Geltungsbereich

Diese Anleitung beschreibt die grundsätzliche Einbindung eines Teltonika-Routers mit RutOS. Sie setzt voraus, dass das konkrete Modell die für die gewählte Topologie benötigten Mobilfunk-, WAN- und LAN-Funktionen besitzt.

Modellabhängige Ports: Anzahl, Beschriftung und Umschaltbarkeit der Ethernet-Ports unterscheiden sich. Vor der Verdrahtung das Datenblatt und die aktuelle RutOS-Anleitung des konkreten Routers prüfen. WAN nur dann als LAN beziehungsweise LAN nur dann als WAN verwenden, wenn das Modell diese Funktion unterstützt.

Vorbereitung

  • Internetzugang festlegen: Mobilfunk per SIM oder kabelgebundenes Kundennetz.
  • Festlegen, ob die Anlagengeräte hinter dem Router im Teltonika-LAN oder gemeinsam auf dessen WAN-Seite liegen.
  • IP-Netz, DHCP-Bereich, feste Adressen, Standard-Gateway und DNS dokumentieren.
  • Mobilfunkantennen, SIM-Karte und Spannungsversorgung nach den Unterlagen des Routers anschließen.
  • Bei Ethernet-Geräten prüfen, ob der Logger sie im gewählten Netz direkt erreichen kann.
PLEXLOG-Anschluss: Für die normale Internet- und Gerätekommunikation wird am Logger typischerweise Ethernet 1 verwendet. Abweichende Belegungen nur entsprechend der Anlagenplanung verwenden.

1. Alle Geräte auf der LAN-Seite - Internet per SIM

Internet per SIM, PLEXLOG Logger und weitere Geräte auf der LAN-Seite des Teltonika
Der Teltonika stellt das Anlagen-LAN bereit und nutzt Mobilfunk als Internetzugang.
  1. SIM einsetzen, Antennen anschließen und APN sowie gegebenenfalls SIM-PIN einrichten.
  2. Die Mobilfunkverbindung als primären Internetzugang verwenden.
  3. Logger und weitere Geräte an LAN-Ports oder an einen dort angeschlossenen Switch anschließen.
  4. Den DHCP-Server im Teltonika-LAN verwenden oder feste Adressen aus demselben Subnetz vergeben.
  5. Bei festen Adressen die LAN-IP des Teltonika als Gateway und einen erreichbaren DNS-Server eintragen.
  6. Lokale Gerätekommunikation und Internetzugriff des Loggers prüfen.
Ein vorhandener WAN-Port bleibt frei oder kann bei unterstützten Modellen bewusst als zusätzlicher LAN-Port konfiguriert werden. Danach steht er nicht mehr als kabelgebundener WAN-Zugang zur Verfügung.

2. Alle Geräte auf der LAN-Seite - Internet per WAN aus dem Kundennetzwerk

Kundennetz am WAN-Port, PLEXLOG Logger und weitere Geräte auf der getrennten LAN-Seite des Teltonika
Das Kundennetz versorgt den WAN-Port; der Teltonika trennt davon ein eigenes Anlagen-LAN.
  1. WAN-Port des Teltonika mit dem Kundennetzwerk verbinden.
  2. WAN nach Vorgabe der Kunden-IT per DHCP oder mit fester IP, Gateway und DNS konfigurieren.
  3. Für das Teltonika-LAN ein eigenes Subnetz einrichten, das sich nicht mit dem Kundennetz überschneidet.
  4. Logger und weitere Geräte direkt oder über einen Switch an die LAN-Seite anschließen.
  5. Im Anlagen-LAN nur einen DHCP-Server betreiben und feste Adressen außerhalb des DHCP-Pools planen.
  6. Internet, DNS, Portalverbindung und lokale Kommunikation prüfen.
Getrennte Netze: Eingehende Zugriffe aus dem Kundennetz oder Internet sind durch NAT und Firewall nicht automatisch möglich. Benötigte VPN-, Routing- oder Freigaberegeln mit der zuständigen IT abstimmen.

3. Alle Geräte am WAN-Port

Teltonika-WAN, PLEXLOG Logger und weitere Geräte gemeinsam im Kundennetz
Router, Logger und weitere Geräte liegen am selben Switch auf der WAN-/Kundennetzseite.

Diese Variante bedeutet: WAN-Port des Teltonika, Logger und weitere Komponenten sind Teilnehmer desselben Kundennetzwerks. Die LAN-Seite des Teltonika wird für diese Geräte nicht verwendet.

  1. Gemeinsamen Switch mit dem Kundennetz verbinden.
  2. WAN-Port des Teltonika, PLEXLOG Logger und weitere Komponenten an diesen Switch anschließen.
  3. Alle Teilnehmer nach Vorgabe der Kunden-IT per DHCP oder mit festen Adressen aus demselben Kundennetz konfigurieren.
  4. Als Standard-Gateway den Router des Kundennetzes verwenden, nicht die LAN-IP des Teltonika.
  5. Direkte Kommunikation zwischen Logger und Komponenten sowie deren Internetzugriff prüfen.
Keine LAN-Trennung: Der Datenverkehr der Endgeräte läuft nicht durch die LAN-Firewall oder den DHCP-Server des Teltonika. Fernzugriff vom Teltonika oder aus einem VPN auf das WAN-Subnetz funktioniert nur mit passenden Routing- und Firewallregeln.

IP-Adressierung

PunktVorgabe
SubnetzDirekt kommunizierende Geräte müssen im selben Subnetz liegen oder über eine passende Route erreichbar sein.
DHCPPro Subnetz nur einen DHCP-Server verwenden.
Feste AdressenAußerhalb des DHCP-Pools vergeben oder fest reservieren; jede Adresse nur einmal verwenden.
GatewayDas Gerät eintragen, das für das jeweilige Subnetz den Internetzugang bereitstellt.
WAN und LANBei Routerbetrieb unterschiedliche, nicht überschneidende Subnetze verwenden.

Inbetriebnahme prüfen

  1. Versorgung, Antennen, SIM-Status und Link-LEDs der Ethernet-Ports kontrollieren.
  2. IP-Adresse, Subnetzmaske, Gateway und DNS aller Teilnehmer dokumentieren.
  3. Router-Oberfläche aus dem vorgesehenen Verwaltungsnetz aufrufen.
  4. Geräteerkennung beziehungsweise Datenabruf der lokalen Komponenten am Logger prüfen.
  5. Portalübertragung und ausgehende HTTPS-Verbindung kontrollieren.
  6. Nach einem abgestimmten Neustart Mobilfunk oder WAN, DHCP-Zuordnungen und feste IP-Adressen erneut prüfen.
Für den Support dokumentieren: Routermodell, RutOS-Version, Seriennummer, SIM und APN, verwendete Ports, Topologie, LAN-/WAN-Subnetze, DHCP-Bereich, feste Adressen und Ergebnis der Verbindungsprüfung.

Herstellerhinweise

Menünamen und Optionen können je nach Modell und RutOS-Version abweichen. Die Unterlagen des konkreten Geräts haben Vorrang.

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