Geltungsbereich

Die Anleitung gilt für einen Funkrundsteuerempfänger mit vier potentialfreien Schließerkontakten. Bei jeder Vorgabe schließt genau ein Kontakt für 100 %, 60 %, 30 % oder 0 % zulässige Wirkleistung.

  • Die Versorgung des Empfängers wird separat nach dessen Herstellerunterlagen angeschlossen.
  • Keine Versorgungsspannung des Empfängers auf die Eingänge DI1 bis DI4 legen.
  • Bei Binärcodierung oder Öffnerkontakten darf die folgende Zuordnung nicht unverändert verwendet werden.
  • Hardware- und Firmwarestand vor Beginn mit der Anlage abgleichen.
Elektroarbeiten: Verdrahtung und Prüfung dürfen nur durch eine Elektrofachkraft anhand der gültigen Anschlusspläne ausgeführt werden.

1. Empfänger anschließen

Am grünen Anschluss PM+ werden V+ und DI1 bis DI4 verwendet. Die Anschlüsse S01, S02 und S03 sind für diese vier Wirkleistungsstufen nicht vorgesehen.

VorgabeAnschluss am LoggerEintrag im Logger
100 %PM+ / Pin 2: DI1Stufe 1 = 100
60 %PM+ / Pin 3: DI2Stufe 2 = 60
30 %PM+ / Pin 4: DI3Stufe 3 = 30
0 %PM+ / Pin 5: DI4Stufe 4 = 0

Die gemeinsame Seite der vier Kontakte mit PM+ / Pin 1: V+ verbinden. PM+ / Pin 6: nc bleibt frei.

Anschlussplan eines Funkrundsteuerempfängers mit den Wirkleistungsstufen 100, 60, 30 und 0 Prozent am PLEXLOG PL100/500+
Anschluss der vier Wirkleistungsstufen 100 %, 60 %, 30 % und 0 % am PLEXLOG PL100/500+.

Anschlussplan als PDF öffnen

Der Anschlussplan zeigt die Leitungen V+, P_Wirk 100 %, P_Wirk 60 %, P_Wirk 30 % und P_Wirk 0 % zwischen PLEXLOG PL100/500+ und Rundsteuerempfänger.

2. Leistungsreduzierung einstellen

  1. Konfiguration -> Power Management -> Leistungsreduzierung -> PV öffnen.
  2. Den oberen Auswahlbutton antippen und Ferngesteuert auswählen.
  3. Unter Leistung in % Stufe 1 auf 100, Stufe 2 auf 60, Stufe 3 auf 30 und Stufe 4 auf 0 setzen.
  4. Auch Stufe 5 auf 0 setzen. Diese Softwarestufe wird im normalen Vierkontaktbetrieb nicht verwendet, kann aber bei bestimmten Kontaktkombinationen entstehen.
  5. Unter Zu steuernde Schnittstelle wählen alle Ports mit den zu regelnden Erzeugern auswählen.
  6. Speichern, die Seite schließen und anschließend Werte und Portauswahl erneut kontrollieren.
Nicht verfügbar: Diese Meldung weist darauf hin, dass kein geeigneter Erzeugerport konfiguriert ist. Eine leere Portauswahl steuert keine Erzeuger an.
Eigenverbrauch: „Ferngesteuert mit Verrechnung Eigenstromverb.“ nur für ein dafür vorgesehenes Anlagenkonzept verwenden. Für die Grundkonfiguration wird Ferngesteuert gewählt.

3. Dauer- oder Impulskontakte einstellen

Konfiguration -> Erweitert -> PV -> Wirkleistung -> Allgemein öffnen und Rundsteuerempfänger verfügt über Impulsausgänge passend einstellen.

KontaktartEinstellungVerhalten
DauerkontaktinaktivDie erkannte Stufe gilt, solange der Kontakt anliegt. Ohne erkannten Kontakt gilt standardmäßig 100 %.
ImpulskontaktaktivDie zuletzt erkannte Stufe bleibt nach dem Öffnen erhalten. Auch die Freigabe auf 100 % benötigt einen passenden Impuls.
Kurze Impulse: Die PM-Eingänge werden im geprüften Stand ungefähr alle 300 ms abgefragt. Sehr kurze Impulse können zwischen zwei Abfragen liegen. Die Erkennung mit dem tatsächlichen Empfänger testen.

4. Rückmeldung vorbereiten

Die erkannte PM-Eingangsstufe wird über die Fernwirkkonfiguration an vier lokale Rückmelderelais ausgegeben. Dafür werden Port C, Fernwirktechnik, Analog Manager und das interne Steuergerät PLEXLOG verwendet.

Bestehende Fernwirkanbindung: Einen vorhandenen Treiber oder eine bestehende Fernwirkkonfiguration nicht ersetzen. Bei belegtem Port C muss die Rückmeldung in die bestehende Konfiguration integriert werden.

5. Rückmeldung über Fernwirkkonfiguration

  1. Unter Konfiguration -> Nacherkennung Port C wählen.
  2. Als Definition Fernwirktechnik und als Hersteller/Treiber Analog Manager auswählen und speichern.
  3. Power Management -> Fernwirkkonfiguration öffnen.
  4. Unter Geräte ein vorhandenes Steuergerät PLEXLOG verwenden oder über + hinzufügen.
  5. Beim Hinzufügen PLEXLOG -> RS485 auswählen und Port A, 9600 Baud, Parity None, 1 Stopbit und Adresse 1 belassen.
  6. Die ID des PLEXLOG-Eintrags notieren und speichern.

Unter Ausgang-Meldungen die Meldungen den lokalen Relais zuordnen:

MeldungAusgangBedeutung
Rückgabe FRE PM-Stufe 1 AktivRLY1100 %
Rückgabe FRE PM-Stufe 2 AktivRLY260 %
Rückgabe FRE PM-Stufe 3 AktivRLY330 %
Rückgabe FRE PM-Stufe 4 AktivRLY40 %

Je Meldung MOD öffnen, den Ausgang mit STG = PLEXLOG, der notierten ID und dem passenden Relais wählen, Dauersignal einstellen und hinzufügen. Anschließend mit ENA auf Aktiv = Ja schalten und speichern.

„Rückgabe FRE PM-Stufe 0 Aktiv“ bezeichnet den Zustand ohne erkannte PM-Stufe und ersetzt nicht PM-Stufe 1 für den 100-%-Kontakt.

6. Rückmeldekontakte anschließen

RückmeldungAnschluss RelaySoftwareausgang
100 %Pin 1 + 2: RY1RLY1
60 %Pin 3 + 4: RY2RLY2
30 %Pin 5 + 6: RY3RLY3
0 %Pin 7 + 8: RY4RLY4

Laut Anschlussplan gelten für Relay maximal 200 V DC / 0,5 A beziehungsweise 140 V AC / 0,35 A. Die Zulässigkeit für den konkreten Meldekreis anhand der Hardwareunterlagen prüfen. Eine direkte 230-V-AC-Schaltung ist damit nicht abgedeckt.

7. Funktion testen

  1. Diagnose -> Leistungsreduzierung -> PV öffnen und unter EVU die Werte PSoll (%) und PMStufe beobachten.
  2. Am Empfänger nacheinander alle vier Vorgaben auslösen.
  3. PMStufe und Rückmeldung mit der Tabelle vergleichen.
  4. Jedes Kontaktpaar elektrisch bis zur empfangenden Stelle prüfen.
  5. Unter Ausgeführter Sollwert (P) Akteur, PSoll, PIst und die tatsächliche Abregelung kontrollieren.
  6. Zustand ohne Kontakt sowie Verhalten nach einem abgestimmten Neustart testen.
PrüfvorgabeErwartete PMStufeErwartete Rückmeldung
100 % / DI11Nur RY1 aktiv
60 % / DI22Nur RY2 aktiv
30 % / DI33Nur RY3 aktiv
0 % / DI44Nur RY4 aktiv

8. Typische Fehlerbilder

  • Falsche Stufe: DI1 bis DI4, Kontaktart und Empfängercodierung prüfen.
  • Mehrere Kontakte aktiv: Keine automatische Priorität des kleinsten Prozentwertes annehmen. Kontaktüberlappung vermeiden.
  • Leitungsbruch: Ohne erkannten Dauerkontakt gilt standardmäßig 100 %. Der Vierkontaktanschluss ist keine automatische Leitungsbruchüberwachung.
  • Impuls bleibt bestehen oder fehlt: Impulseinstellung, Impulsdauer und Wiederholung prüfen.
  • Rückmeldung fehlt: PM-Stufe, PLEXLOG-ID, Relais, Dauersignal, Aktivierung, Simulation und konkurrierende Relaissteuerungen prüfen.
  • EVU-Vorgabe stimmt, Leistung weicht ab: Akteur, Direktvermarktung, Systemlimits, EZA-Regelung, Gradienten, Erzeugung und Kommunikation prüfen.
Für den Support dokumentieren: Loggermodell, Hardware- und Firmwareversion, Empfängertyp, Dauer- oder Impulskontakte, DI-Belegung, Stufenwerte, Erzeugerports, Relaiszuordnung und Ergebnisse aller Stufentests.

Weiterführende Inhalte

Prüfstand: Die bereitgestellte Supportanleitung wurde anhand des dokumentierten Projektstands erstellt; dort ist kein Test am realen Logger ausgewiesen. Die Inbetriebnahme muss deshalb an der tatsächlichen Anlage vollständig geprüft werden.